Unser Sommer war ja ein wirklich sonniger,heißer…

Sollte dann also das Urlaubsziel der Norden sein, so darf man auch da gehörig schwitzen. Und so war es auch: jedoch war es ein recht angenehmes Schwitzen.

Uns trieb es für ein paar Tage nach Schweden und Dänemark. Höhepunkt unserer Tour war der „100.“ Geburtstag von Björn & Maria, die im tiefsten Småland leben und in ein eher einsam gelegenes Gemeindehaus eines lauschigen Ortes einluden. Unsere Fahrt führte uns über Kopenhagen, wo wir obligatorisch bei „Fields“ einschauten, um wildes Shopping zu betreiben. Zu wild wurde es dann doch nicht, weil Fields mittlerweile ziemlich abgewrackt und eher einsam ist.

Die teure Fahrt über die Öresundbrücke ist jedes Mal ein Moment zum Lächeln, da es ins geliebte Schweden geht…

Unser gewählter Campingplatz lag direkt an einem gemütlichen See, „Häljanäs badplats“. Ich glaube, es war der stillste Ort der Welt, den ich je besucht habe. sogar der Himmel war völlig unberührt: nicht ein einziger Makel (Kondensstreifen o.ä.) zerstörte diese Idylle!

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Der nächste Tag führte uns nach Kosta, wo wir bereits 2x mehrtägige Kurse im Glasblasen besucht haben.

23 32Natürlich erkundigten wir uns, ob unser damaliger Glaskurs-Leiter, Lars Andersson, in der Nähe wäre…Und er war! Die Freude war beidseitig riesengroß!  Er lud uns ein, das Glasblasen zu reaktivieren…und so pusteten wir los. Und unglaublicherweise funktionierte es auch! Mit dem Glasblasen ist es also wie mit dem Fahrradfahren…

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Auch am nächsten Tag besuchten wir die wunderbare Glashütte Kosta-Boda. Ich durfte mir ein tolles Glas fertigen…Es ist unglaublich, was dieses „Eingucken“ in die Glashütte auslöst…nämlich absolut starkes Verlangen danach, endlich wieder viele Stunden am Stück sich ausprobieren zu können! Ich hoffe sehr, dass es in den nächsten Jahren wieder möglich sein wird, einen Kurs in Kosta mitmachen zu können.

Der Geburtstag von Björn und Maria war sehr wunderbar! Den Långasjö Bygdegård zu finden, war nicht ganz einfach – jedoch wiesen uns Menschen, die in Långasjö mit Geschenken irgendwohin unterwegs waren, gewissermaßen den Weg…Und als wir im Wald, an einer Weg-Gabelung, zwei zweifelsohne feierlich gekleideten Damen begegneten, die offensichtlich den gleichen Weg suchten wie wir, wähnten wir uns auf der richtigen Fährte. Kurzerhand wurden die Mädels mit ins Auto gesetzt, denn sie suchten auch das Gemeindehaus von Långasjö. ;) Ich muss kurz erwähnen (und angeben), dass wir der schwedischen Sprache mächtig sind. :) Mir selbst fiel es zum ersten Mal relativ leicht, auch wirklich schwedisch loszuplappern. Ich habe mich doll über die Resonanz gefreut – denn man bestätigte mir (hoffentlich nicht nur aus Nettigkeit) eine gute schwedische Aussprache.

Björn & Maria hatten ihre Fest-Tafel für über 70 Leute sehr fein eingedeckt. Die Tischdeko bildeten Björns Glasteile, die er in Kosta selbstgepustet und gefertigt hat. Fast alle in gelben oder grünen Farbtönen. Eine tolle Idee!

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Mike & ich waren auf der Party gewissermaßen Exoten. Jedoch fühlten wir uns äußerst wohl – und genossen die Gesellschaft, das tolle Essen (und die Getränke) und die Musik. Zunächst das Essen:

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Es gab reichlich Fisch – und als Nachspeise warmen Käsekuchen mit verschiedenen Marmeladen und ordentlich Schlagsahne – eine Köstlichkeit!!!  Die Torten am späten Abend waren ebenfalls oberlecker…Prinzess-Torte gehört in ganz Schweden zum Standard. Und sie schmeckt ja auch wirklich so gut!

Zur Musik. Diese war ein absolutes Highlight. Schon Monate vor dem Ereignis hörte ich mir Musik an, die unser Freund Björn im Internet „teilte“. Sie war von einem Duo namens „Sjöström & Gullö“ und gefiel mir außerordentlich gut. Ich hörte sie gern zu Hause. Dass diese Truppe dann aber auf Björns und Marias Geburtstagsparty spielen würde – hätte ich nicht vermutet. Es sind in meinen Augen echte Profies – sie spielen und singen absolut sauber und klar – ich war und bin beeindruckt!

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Ganz wunderbar! Wir erwarben direkt bei ihnen die aktuelle CD und können uns gar nicht satthören. Die Zwei sind herrlich witzig – und ihr „Allsångshäfte“  hat zur echten Belustigung beigetragen. Die Gäste der Party bekamen dieses zweiseitige „Gesangsbuch“ in die Hand – und es folgte eine ziemliche (wirklich fröhliche) Veralberung der dänischen und finnischen Sprache…;)

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Auf dem Rückweg nach Deutschland wählten wir einen feinen, aber mittlerweile auch sehr teuren, Campingplatz am Ringsjö. Wir besuchten ihn schon mehrmals. Er hat sich von einem recht einfachen zu einem äußerst komfortablen Platz gemausert…Seit letztem Jahr sind die Sanitär- und Küchenanlagen dort so fein und neu, dass man dort die Schuhe an der Eingangstür ausziehen muss. Diesen Trend begrüße ich sehr! Es gibt in Dänemark ähnlich gelagerte Campingplätze – und auf diesen fühle ich mich jedes Mal sehr wohl. Der Ringsjö-Campingplatz hat leider aber auch etwas von seinem Charme verloren: denn seit diesem Jahr gibt es keine Zelt-Wiese mehr. :( Man muss (sicher auch mit Fahrrad und Zelt) einen nummerierten Platz mieten. Das war bis zum letzten Jahr relativ frei und viel einfacher…Diese Zeltwiese ist nun eine Liegewiese für See-Strand-Besucher.

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Auf diesem Campingplatz wurden wir auch ganz schnell wieder mit der deutschen Art konfrontiert… Eine junge Familie beanspruchte zu später Stunde uuuuuunbedingt IHREN Platz. Sie bekamen eine „Nummer“ von den Campingplatz-Mädels – und nun MUSSTE es diese auch SEIN! Ohne Kompromiss. Ich dachte, sie fahren unser Zelt kaputt und rief laut „HALT!“ – was der Familienvater nicht witzig fand… Es war schon schräg: Der Platz selbst ließ kaum vermuten, dass das Auto Platz hat, so dass einem der Gedanke, dort noch ein kleines Zelt aufbauen zu können, schon absolut unglaublich erscheinen sollte. Diese Familie ließ sich selbst davon nicht abbringen. Dabei war unsere „Nummer“ gar nicht ihre…Sie zankten fies herum – und auf unsere aufmunternden Worte, dass sie doch einfach auf den freien, wirklich schönen, Stellen frech aufbauen sollten, gaben sie gar nix. Absolut unentspannt und anstrengend. Mannomann…!

Und prompt fühlten wir uns wie in Deutschland. Grrrrr….

(sie haben dann an einem unspektakulären Platz ihr Domizil gefunden – und glänzten insgesamt durch herabhängende Mundwinkel…)

Malmö zu besuchen, war auch ein fester Wunsch in diesen Tagen. Wir waren jeweils mehrmals dort – jedoch war der letzte Besuch dort furchtbar verregnet. Diesmal hatten wir Glück: die Sonne schien heiß herunter. Wir nutzten den Tag, um durch die Stadt zu schlendern, was Leckeres zu naschen, durch die Geschäfte zu bummeln…UND: um nochmal eine Konditorei zu besuchen…;)

102 107 stärkung vor der abfahrt 108 109Am frühen Abend treffen wir in Roskilde ein, wo wir unsere letzte Übernachtung planen. Dort können wir, wie gewohnt, direkt am Roskilde-Fjord unser Zelt aufschlagen. Der Blick auf die Stadt ist jedes Mal ein echter Hingucker. Der Himmel sieht wunderschön aus…Alles stimmt. Die Badewassertemperatur ist herrlich! Wir gehen abends gemütlich baden…

115Am nächsten Tag gehen wir traditionell das Wikingermuseum in Roskilde besuchen. Es ist jedes Mal so schön, die vielen Schiffe anzusehen!

Wir machen diesmal aber „Nägel mit Köpfen“ und reservieren uns mittags Plätze auf einem der kleineren Wikingerschiffe zur Segel-Tour auf dem Roskildefjord. Mit den anderen Mitseglern müssen wir rudern, um auf den Fjord hinaus zu kommen. Das geht eher nicht so gut, denn vor uns sitzt ein ziemliches „Pappnasenpaar“, das die Technik so gar nicht verstehen will.Dann werden die Segel gehisst.

DCIM100GOPRO DCIM100GOPRO DCIM100GOPRO DCIM100GOPRORoskilde selbst ist ja ein wunderschönes Städtchen. Wir verzichten diesmal auf die Besichtigung all der königlichen „Kisten“ im Dom – und lassen uns eher treiben. Es ist furchtbar heiß…

160Bevor wir weiter in Richtung Schleswig-Holstein (über die Brücken) fahren, müssen wir aber dringend noch Kuchen naschen…

162Wir fahren weiter…und müssen an Slagelse vorbei, wo unsere lieben Freunde Lonnie & Henning wohnen. Die fixe Idee, ihnen einen Kurzbesuch abzustatten, wird kurzerhand in die Realität umgesetzt. Henning freut sich sehr, als er uns vor der Tür stehen sieht – und auch Lonnie, die kurz darauf von der Arbeit nach Hause kommt, hat ihre helle Freude. Auch wenn wir uns so selten sehen – es ist so herrlich unkompliziert und gewohnt, wenn man zu den beiden nach Hause kommt.

166 bei lonni und henningDer Weg nach SH führt uns über die schönen Brücken…direkt in den Sonnenuntergang…

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